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Journal

To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, draw closer, to find each other, and to feel. That is the purpose of life.

- James Thurber

Fokussiere dich auf die wesentlichen Dinge

Es ist verrückt, womit wir unsere Zeit verbringen. Müssten wir uns täglich abends noch einmal komplett alles anschauen, was wir den ganzen Tag gemacht haben, wir würden nur kopfschüttelnd dasitzen.

 

Immer wieder ertappe ich mich, wie ich etwas tue, was eigentlich vollkommen unwichtig ist. Zumindest definitiv nicht wichtig. Wir sind einfach nicht gemacht für diese Welt. Für eine Welt, in der wir so unglaublich viele Möglichkeiten haben. Wir so viele verschiedene Dinge tun können.

 

Es ist so einfach, abgelenkt zu werden. Vor allem wenn wir digital unterwegs sind. Schließlich kämpft jeder um unsere Aufmerksamkeit. Doch nicht nur Inhalte, Werbung, Spiele usw. überschwemmen uns. Selbst wenn wir produktiv sein wollen. Unsere Projekte voranbringen wollen. Selbst dann kann es leicht passieren, dass man sich in all den Möglichkeiten, die sich einem bieten, verliert.

 

Was ist die Lösung? Wie können wir uns mehr auf das konzentrieren, was uns eigentlich wichtig ist? Erst mal sollten wir für uns klären, was uns denn wichtig ist. Was wir wirklich tun wollen. Dann könnten wir Zeiten festlegen, in denen wir nur dieser Tätigkeit nachgehen. Alles andere kann warten. Alles andere muss warten. Nur die eine Sache ist dann bedeutend. Uns fällt etwas Wichtiges ein? Schnell aufschreiben und später drum kümmern.

 

Ich denke, wir sollten uns ein System zurechtlegen, mit dem wir gut zurechtkommen. Das bedeutet nicht, dass wir alles genau planen müssen und alles immer effektiv sein muss. Ganz und gar nicht. Doch auch wenn völlig flexibel sein wollen. Spontan das machen, was wir gerade wollen. So sollten wir genauso dafür Raum schaffen. Das bedeutet Dinge, die uns daran hintern könnten, auf dem Weg zu räumen.

 

Jeder muss da sicherlich seinen eigenen Weg finden. Sein eigenes System schaffen. Doch womit wir uns so den Tag beschäftigen, hat vielleicht einen prüfenden Blick verdient. Ich für meinen Teil werde versuchen, unnötige Ablenkungen so gut es geht zu reduzieren. Sachen, Dinge, die mir nicht irgendwie guttun. Mit den ich eigentlich keine Zeit verbringen möchte. Können getrost besiegte geschoben werden. Mein Fokus soll auf den Wesentlichen, den schönen Dingen liegen. Deiner auch?

GedankenSimon M.C. Schubert
Nutze das Wertvollste, was du hast
Many people die with their music still in them. Why is this so? Too often it is because they are always getting ready to live. Before they know it, time runs out.
— Oliver Wendell Holmes
 

Zeit. Das wohl Wertvollste, was wir haben.

 

Doch eigentlich müssen wir uns eingestehen, dass dies gar nicht stimmt. Haben wir Zeit? Es ist ja nicht so, dass wir die Zeit irgendwie beeinflussen können. Sie 'passiert' einfach. Haben tun wir da gar nichts. Beeinflussen können wir eigentlich auch nichts.

 

Weiter, haben wir nicht eigentlich absolut nichts mit Zeit zu tun? Wir können weder gestern, weder die Vergangenheit, weder morgen, weder die Zukunft auch nur irgendwie erleben. Mit ihnen in Kontakt treten. Nicht mal mit heute. Alles, was wir haben, ist jetzt. Und jetzt als die Zeit zu bezeichnen, wäre wohl irgendwie nicht angemessen, oder?

 

Doch kommen wir wieder auf den Boden zurück. Zeit ist wohl das Wertvollste, was wir haben. Das liegt vor allem daran, da unsere eigene Zeit — unsere Zeit hier auf Erden — so stark begrenzt ist. Wir alle laufen mit einem Verfallsdatum rum. Wir alle werden sterben.

 

Sollte man nicht meinen, dass wir dann unsere Zeit so gut es nutzen sollten. Dass wir das allerbeste aus unserer begrenzten Zeit machen sollten. Was wäre, wenn du nur noch 1 Jahr zu leben hättest? Würdest du dich anders verhalten, als du es jetzt tust? Würdest du? Wenn ja, warum? Du weißt, dass du sterben musst. Wo ist der Unterschied, ob es 1 Jahr oder einige mehr sind?

 

Ist es nicht verblüffend, wie sehr wir unsere eigene Sterblichkeit verdrängen wollen. Woran liegt es? Etwas so Natürliches. Liegt es daran, dass wir uns so sehr mit unserem Ego identifizieren?  Vielleicht dass wir eigentlich so unzufrieden sind mit unserem Leben, dass wir es nicht wahrhaben wollen, wie wir mit unserer kostbaren Zeit umgehen?

 

Irgendwie ist es verrückt. So viele Menschen würden gerne ein anderes Leben führen. Sind unzufrieden mit der Situation. Doch sie ändern nichts. Sie sagen, sie würden gerne. Vielleicht bereiten sie sich auch schon darauf vor. Mache Pläne. Träumen davon. Doch den Schritt wagen sie nicht. So vergehen Tage. Wochen. Monate. Jahre. Jahrzehnte. Bevor wir wirklich begreifen, was passiert, ist es wirklich zu spät.

 

Also mach nicht den gleichen Fehler. Tu, was du wirklich tun willst. Tu es jetzt. Denn jetzt ist alles, was du hast. Je haben wirst.

GedankenSimon M.C. Schubert
Dieser Mensch ...

Da ist dieses kleine Geheimnis, welches ich für mich behalten habe. Etwas, was in letzter Zeit unglaublich mein Leben beeinflusst hat. OK, ich habe es nicht verheimlicht, jedoch habe ich auch nichts darüber geschrieben.

 

Ein unglaublich toller Mensch ist in mein Leben getreten.

 

Kennst du das Gefühl? Du siehst jemanden zum ersten Mal. Sofort fühlst du dich zu der Person hingezogen. Dir wird ganz warm. Dieses Gefühl im Bauch zeigt auf. Manche sprechen von Schmetterlingen im Bauch. Du weißt gar nicht, was du sagen willst. Eigentlich willst du nur neben dieser Person stehen. Sie anschauen. Es ist wie Liebe auf den ersten Bli… So war es zumindest nicht.

 

Wie es stattdessen war? Das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. Doch nach fast 2 Monaten kann ich sagen, dass ich sie so unglaublich wertschätze. Sie als die Person liebe, die sie ist. Sie genau so annehme. Sie unterstützen möchte. Mich bei ihr wohlfühle.

 

Es ist verrückt, wie sehr uns unsere Beziehungen zu anderen Menschen prägen. Wobei eigentlich gar nicht. Und trotzdem hat es einen so riesigen Einfluss auf uns als Mensch. Wer wir sind. Wie wir uns entwickeln. Wie wir uns fühlen, wird so stark beeinflusst, mit wem wir zusammen sein. Zeit verbringen.

 

Ich wünsche mir, dass wir alle viele Menschen in unserem Leben haben, die uns guttun. Die uns aufbauen. Die unsere Entwicklung fördern. Die uns unterstützen. Die uns so lieben, wie wir sind. Denn das haben wir verdient. Jeder von uns. Das Gute dabei ist, wir haben Einfluss darauf. Einfluss, mit wem wir zusammen sind und viel wichtiger, wie wir durchs Leben gehen und mit unseren Mitmenschen umgehen.

Ein später Start ins neue Jahr

Wir haben bereits den 08.01. Die allermeisten sind schon wieder völlig im Alltag drin. Das Gefühl des neuen Jahres lässt schon so langsam wieder nach.

 

Auch mein Blick ist tendenziell eher nach vorne gerichtet. Pläne werden geschmiedet. Ideen gesammelt. Doch noch immer schwingt das letzte Jahr mit mir mit.

 

2017. Für mich ein verdammt interessantes Jahr. Meine Gefühle über das vergangene Jahr sind sehr gemischt. Es gab viele schöne Momente. Doch auch viele schmerzhafte Momente. Gefühlt war es ein Kampf.

 

Was ursprünglich als Weltreise beginnen sollte, entwickelte sich schnell anders. Oder wahrscheinlich hat es sich nie anders entwickelt, sondern ich musste nur das Bild fallen lassen, an das ich mich so sehr geklammert hatte. Was ich so sehr wollte.

 

Ich denke, der Verlauf spricht schon für sich. Mit meiner damaligen Freundin bin ich nach Kanada gestartet. Mit offenem Ende. Vielen Ideen und Träumen. Nach gut einem Monat bin ich dann wieder zurück nach Deutschland gekommen. Sicherlich neidergeschlagen und enttäuscht.

 

Viel länger als 1,5 Monate habe ich es dann hier nicht ausgehalten und bin wieder zurück. Ich wollte dem Ganzen noch eine Chance geben. Nein, eigentlich wollte ich nur der Beziehung eine Chance geben. Ich wollte dafür kämpfen, was mir wichtig ist. Zumindest wollte ich da sein. Offen sein. Möglichkeiten zur Entwicklung schaffen.

 

Naja auch dies hat nicht ganz so gut geklappt. Auch wenn es etwas länger gedauert hat, bin ich wieder zurück nach Deutschland gekommen. Musste einen Schlussstrich ziehen und mich auf andere Dinge konzentrieren.

 

Nach einigen Wochen des Grübelns und Pläne schmieden, habe ich mir eine Hand ans Herz gefasst. Freunde zusammengetrommelt. Einen kleinen Traum realisiert.

 

Es ist ein Netzwerk entstanden. Ein Zusammenschluss. Eine Plattform. Perspektive Gesundheit.

 

Auch wenn wir erst ganz am Anfang stehen, so habe ich ein unglaublich gutes Gefühl damit. Endlich wirklich mit anderen zusammenzuarbeiten. Menschen zusammenbringen. Was für eine wundervolle Erfahrung.

 

Eigentlich ganz unerwartet habe ich fast im gleichen Zuge einen neuen Menschen in mein Leben und Herz gelassen. Noch immer stehe ich etwas verwundert da. So anders. Ist dies die Belohnung für all die Mühen zuvor oder doch nur eine weitere Lektion, die ich zu lernen habe? Ich werde es rausfinden.

 

Sicherlich gibt es noch Dutzende andere Dinge, die letztes Jahr passiert sind. Doch ich möchte gar nicht zu sehr in der Vergangenheit schwelgen. Stattdessen möchte ich im Jetzt leben. Erleben. Vorangehen. In ein neues Jahr. 2018. Ein Jahr, in dem ich hoffentlich noch mehr die Verantwortung für mich und mein Leben übernehme. Selber aktiv werde und gestalte. Und trotzdem sein lasse. Lerne und los lasse. Wir werden sehen.

Alles, was ist, ist, wie es ist.
If your mind is empty, it is always ready for anything, it is open to everything. In the beginner’s mind there are many possibilities, but in the expert’s mind there are few.
— Shunryu Suzuki

Tatsächlich gibt es doch so unglaublich wenig, was wir wirklich wissen. Was können wir uns schon sicher sein? Was wissen wir wirklich? Nehmen es nicht nur einfach als gegeben an. Verdammt wenig.

 

Mir fällt eigentlich nur eine Sache ein. Mehr nicht. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Mit dieser Einstellung. Mit dieser Lebensweise durchs Leben zu gehen, kann unglaublich befreiend sein. Ohne Annahmen, wie etwas zu sein hat. Ohne sich ständig fragen zu müssen, ob es so auch richtig ist. Es ist einfach.

 

Doch der Versuch komplett offen zu sein. Nichts als richtig oder falsch zu sehen. Alles zu hinterfragen. Lässt einen mit einem zurück: mit Fragen. Neben den Fragen aber vor allem mit Ruhe und Frieden. Mit dem Gefühl einfach nur sein zu können und zu lassen.

 

Nun mag dies in einer Welt, in der vor allem Antworten gesucht werden, auf Unverständnis stoßen. Wer nicht den Drang hat, etwas zu sagen, der sagt auch nichts. Doch hat er nichts zu sagen oder tut er es einfach nicht?

 

Gerade fühl ich mich, als hätte ich nichts zu sagen. Alles, was ist, ist, wie es ist. Wozu drüber reden oder denken. Einfach nur sein. Lasst uns das mehr tun. Einfach mal schweigen. Wahrnehmen. Leben. Fühlen. Und Sein.

GedankenSimon M.C. Schubert
Fühl den Widerstand und tu es trotzdem.

Jeder von uns weiß, wenn wir in etwas wirklich gut werden wollen, müssen wir es sehr oft tun. Wir müssen üben und trainieren. Immer und immer wieder.

 

Die Idee ist einfach. Die Umsetzung nicht. Wie so oft.

 

Für mich ist es so interessant zu beobachten. Mich zu beobachten, wie ich immer wieder mit der Umsetzung strauchle. Ich möchte gerne besser schreiben können. Darum muss ich schreiben. Mehr schreiben. Viel mehr.

 

Oft habe ich sogar wirklich Lust dazu. Doch wenn ich es dann angehe. Es ernst wird. Dann baut sich ein riesiger Widerstand auf. Auf einmal fallen mir 1000 andere wichtige Dinge ein. Mir kommen Gedanken, dass mir Schreiben doch gar nicht so wichtig sei. Oder ich weiß auf einmal absolut nicht mehr worüber.

 

Sonst schwirren Unmengen von Ideen in einem Kopf herum. Ich kann ganze Aufsätze in meinem Inneren aufsagen. Doch sobald ich anfangen möchte, meine Gedanken in eine lesbare Form zu bringen, ist es still.

 

Das ewige Dilemma. Jedes Mal muss ich an Steven Pressfields Buch 'the war of art' denken. Diesen inneren Widerstand, der aufkommt. Der einen davon abhält, das zu tun, was man eigentlich möchte. Muss das denn sein? Muss es so schwer sein?

 

Ich weiß nicht. Die Antwort, dass es ansonsten jeder tun würde, gefällt mir hierbei eher nicht. Auch wenn wahrscheinlich etwas dran ist. Doch ich denke mir, irgendwann muss es doch besser werden. Irgendwann muss es doch wie von alleine gehen. Bei anderen Dingen klappt es doch auch. Wenn etwas erstmal wirklich zur Gewohnheit wird — das Training, eine neue Ernährungsweise, mehr Bewegung im Alltag —, dann klappt es doch auch ganz einfach. Wie von alleine. Doch klappt das auch mit Kreativität?

 

Kann ich meine Kreativität trainieren? Nicht nur, dass ich besser schreibe, sondern auch, dass es mir leichter fällt. Ich denke schon. Hoffentlich. Letztendlich sollte alles irgendwie trainierter sein. Verwende ich bestimmte Bereiche in meinem Gehirn öfter, so passt sich mein Gehirn entsprechend an. Wenn auch langsam.

 

Nun bleibt trotzdem noch das Problem der Umsetzung. Diesen Widerstand, den es zu überwinden gilt. Doch wo ich beim Training einfach nur ein bisschen mache. Bei der Ernährung einfach ein bisschen mehr Obst und Gemüse esse. Mich einfach etwas mehr bewege. Was tu ich da beim Schreiben? Wenn einfach keine Worte kommen wollen.

 

Trotzdem einfach nur ein bisschen schreiben. Die Worte kommen schon. Zumindest irgendwann. Ich erinnere mich noch an ein Interview. Mit einem erfolgreichen Schriftsteller, dessen Name ich nicht mehr weiß. Er meinte, er verbinde den Vormittag damit, das Schreiben aufzuschieben und sich abzulenken, sodass er dann am Nachmittag endlich zu schreiben käme.

 

Und vielleicht ist es wirklich so. Vielleicht wird es niemals wirklich einfach. Vielleicht bleibt es bei diesen selten Momenten, in denen die Worte einfach zu so fließen. Sich die Finger von alleine bewegen. Das Ganze wie ein Wunder Gestalt annimmt. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

 

Es liegt an mir, es herauszufinden. Doch dazu muss ich wohl … schreiben. Ja gut, hier waren wir schon.

GedankenSimon M.C. Schubert
Endlich ohne Wecker aufstehen
I love sleep. My life has the tendency to fall apart when I’m awake, you know?
— Ernest Hemingway

 

Ich habe dieses Experiment gestartet. Etwas, was ich schon immer mal tun wollte. Vor allem in der Schule habe ich mich immer mal wieder gefragt, wie es wohl wäre. Wie wäre es, einfach mal nie einen Wecker zu stellen.

 

Das ist nun über 2 Monate her. Über 2 Monate wurde ich von keinem Wecker geweckt. Bin ganz von alleine aufgewacht. Naja zumindest gelegentlich.

 

Ich denke, es Bedarf absolut keiner Erklärung, warum man so etwas mal versuchen möchte. Lass mich dir gleich eine Illusion nehmen: Ich habe nicht bis sonst wann ausgeschlafen. Meistens bin ich zwischen 7:00 und 8:00 aufgewacht. Lediglich 2 mal habe ich etwas länger geschlafen. Logischerweise an Tagen, an denen ich zuvor später in Bett gegangen bin.

 

Doch das soll nicht heißen, dass ich nicht viel geschlafen hätte. Ganz im Gegenteil. Meistens habe ich die 9 Stunden locker geschafft. Anfangs dachte ich noch, dass sich das mit der Zeit gibt. Das ich wohl etwas nachzuholen hätte.

 

Inzwischen glaube ich nicht mehr so richtig daran. Wahrscheinlich im Sommer wieder. Wenn die Tage länger werden und die Nächte kürzer. Ist es nicht sowie viel natürlicher im Winter — wenn es kalt und ungemütlich ist — deutlich länger zu schlafen. Im Sommer dann halt wieder weniger.

 

Ich muss sagen, es hat sich gut angefühlt. Ich habe mich gut gefühlt. Anscheinend brauche ich zu dieser Jahreszeit wohl wirklich mehr Schlaf. Den will ich mir gerne gönnen — soweit es halt geht. Interessanterweise bin ich jedoch immer zu einer ähnlichen Zeit aufgewacht. Ob ich nun gegen 22:00 oder 23:00 ins Bett gegangen bin, hat irgendwie keinen großen Unterschied gemacht. Anscheinend bin ich wohl einfach doch kein Frühaufsteher — ja auch das liegt im Auge des Betrachters.

 

Aber kein Selbsttest ohne Gegentest. Nun also wieder mal mit Wecker. Gerne dann auch früher. Ich bin gespannt, wie ich mich dann fühle. Ob ich überhaupt einen Unterschied spüre? Doch was wenn nicht? Gibt es dann keinen Unterschied oder kann ich nur keinen wahrnehmen? Denn auch eine schlechte Schlafqualität soll wohl erstmal nicht unbedingt spürbar sein. Sich indirekt jedoch schon bemerkbar machen.

 

Also jeden Morgen erstmal schnell ein paar Rechenaufgaben. Oder Sudoku. Oder lieber nicht. Schließlich will ich nicht zu weit treiben. Wobei ein Schlaftracker wohl auch nicht schlecht wäre … Naja letztendlich ist es ja nur Schlaf, richtig?

 

Für mich zumindest nicht. Denn das habe ich auf jeden Fall in den letzten Monaten gemerkt: Ich liebe Schlafen. Nicht unbedingt, weil ich es liebe zu schlafen. Viel mehr, weil ich mir dessen Bedeutung bewusst bin. Über die unglaublich wichtige Bedeutung, die unser Schlaf für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Ich hoffe bei dir auch.

MeinLebenSimon M.C. Schubert
Hauptsache unterwegs ...
This is a fundamental irony of most people’s lives. They don’t quite know what they want to do with their lives. Yet they are very active.
—  Ryan Holiday
 

Immer in Bewegung. Machen. Tun. Immer weiter. Bis … Ja, bis was?

 

Es ist traurig und ironisch zugleich, dass so viele wie gelähmt sind. Gelähmt von der Unwissenheit, was sie nur tun sollen. Und zugleich so viele immer damit beschäftigt, etwas zu tun. So sehr, dass sie nicht dazu kommen, sich zu fragen, was es eigentlich zu tun gilt. Was sie eigentlich tun wollen.

 

Es gibt den gut gemeinten Ratschlag, dass man immer in Bewegung bleiben soll, um mit dem Leben mitzuhalten. Und es ist viel dran. Doch blind irgendetwas zu tun, ist sicherlich nicht immer die beste Option.

 

Ist es nicht verrückt, wie wir Menschen sind? So viele von uns wissen nicht, was sie im Leben wollen. Treiben ziellos umher. Meinen, wenn sie nur wüssten, was sie wollten, wäre alles einfacher.

 

Und doch unternehmen sie recht wenig, um es herauszufinden. Ganz als würden sie sich vor der Erkenntnis verstecken. Als würden wir die Suche scheuen.

 

Denn wenn wir erstmal wissen, was wir im Leben wollen, müssen wir es immer noch tun. So wirklich einfacher wird es also nicht.

 

Ich selbst kann mich immer wieder beobachten, einfach irgendetwas zu tun. Mich abzulenken. Hauptsache aktiv zu sein. Obwohl ich eigentlich etwas anderes tun möchte.

 

Möchte ich wirklich? Eher nicht. Eigentlich möchte ich lieber schon ankommen. Etwas erreichen. Doch so funktioniert es nicht.

 

So verfalle ich auch immer wieder genau der gleichen Tücke. Hauptsache beschäftigt. Ob ich nun weiß, wo ich hin will oder auch nicht, macht dann auch keinen großen Unterschied mehr.

 

Lasst es uns als Weg erkennen. Lasst uns den aufkommenden Widerstand willkommen heißen. Lasst uns den Widerstand suchen.

 

Doch lasst uns versuchen, uns nicht gleich wieder in Aktivität zu verlieren.

 

So manches lässt sich nur in völliger Ruhe finden.

 

Also lasst uns stoppen. Innehalten. So manch einer wird überrascht sein, welch Widerstand sich jetzt erst auftut.

 

Und können wir keinen Widerstand finden, so sind wir wohl noch zu sehr in Bewegung. Oder zu sehr in Ruhe. Oder aber wir brauchen ihn nicht mehr. Lass es uns rausfinden.

GedankenSimon M.C. Schubert
Jetzt also doch wieder: Journaling

Damals — OK, vor ein paar Monaten — als ich ein Journal gestartet habe, ging es mir vor allem darum, mir einen Platz zu schaffen, in dem ich meine Gedanken frei laufen lassen kann. Es war, als ich das 2. Mal nach Kanada gegangen bin. Im Journal wollte ich Erlebtes, Erfahrung und Gedanken 'einfangen'. Aufschreiben, was in und mit mir passiert.

 

Genau das möchte ich jetzt wieder aufnehmen. Ich habe ja immer wieder einfach Gedanken niedergeschrieben. Doch etwas aus meinem Leben kam dabei nicht so wirklich vor. Ich sehe das Ganze hier auch weder als Tagebuch noch als Blog oder sonst etwas. Belassen wir es einfach dabei, nicht zu definieren, was es genau ist.

 

Ich schreibe, worüber ich schreibe oder eben auch nicht.

 

Seine Gedanken einfach mal nieder zu schreiben. Ohne groß darauf zu achten, ob sie Sinn ergeben oder nicht. Ohne sich ständig zu fragen, ob es gut ist oder nicht. Kann sehr befreiend sein. Vor allem, wenn man einfach mal die Rechtschreibung nicht ganz so ernst nimmt.

 

Was ich aber meine: Seine Gedanken aufzuschreiben, hilft einem bei der Reflexion. Sich zu ordnen. Dinge besser zu verarbeiten. Viele teils sehr erfolgreiche Menschen integrieren Journaling in ihre tägliche Routine. In welcher Form genau kann jeder für sich selber ausprobieren.

 

Es gibt jedoch noch einen weiteren großen Grund, warum ich dieses Journal regelmäßiger führen möchte. Ich schreibe. Ganz simple. Wenn wir in etwas besser werden wollen, sollten wir es deutlich mehr tun. Wer regelmäßig, viel schreibt, wird sehr wahrscheinlich mit der Zeit besser.

 

Sicherlich gibt es noch einige andere Dinge, die einem helfen mögen, besser zu schreiben. Doch alleine dadurch, dass man sich angewöhnt, einfach zu schreiben — nicht ständig überlegt, was und wie, sondern es einfach tut —, fällt es einem insgesamt leichter. Die typische Schreibblockade wird immer unwahrscheinlicher.

 

Lustigerweise gehen einem ja nicht die Worte aus. Wer mehr schreibt, mehr sagt, der hat auch mehr zu sagen. Zumindest geht es mir so.

 

Ich sehe das Ganze hier mal wieder als kleines Experiment. Ohne genaues Ziel. Ohne genauen Weg. Einfach mal frei von Regeln und Zwängen. Einfach mal nur sein.

 

Naja und halt schreiben.

Heute war wieder einer dieser Tage
We do not exist for the sake of something else. We exist for the sake of ourselves.
— Shunryu Suzuki
 

Heute war wieder einer dieser Tage.

 

Dieses Gefühl nach mehr. Dieses Bedürfnis nach mehr. Und dieses mehr ist eigentlich eher weniger. Weniger von all den alltäglichen Dingen. Mehr vom Wesentlichen. Zurück zum Wesentlichen.

 

Es ist, als würde mich ein Gefühl überkommen. Doch da ist kein Gefühl. Nichts, das sich fassen ließe. Nichts, was sich beschreiben ließe.

 

Es sind Momente, an denen alles an Bedeutung verliert. An denen alles Verlangen kurz erlischt. An denen es kein Hunger gibt. Nichts zu tun ist. Nichts falsch ist. Alles einfach nur ist.

 

Es sind Momente, an denen ich einen winzigen Schimmer der anderen Seite erhasche. Nicht die Seite des Todes. Der anderen Seite. Des Lebens. Des puren Lebens. Des puren Seins.

 

Es sind diese Momente, an denen ich kein Gefühl mehr für mich habe. Es langsam verliere. Es nie hatte? An denen es — wenn auch nur für einen winzigen Augenblick — kein Denken mehr gibt.

 

Was ich an diesen Tagen fühle? In diesen Momenten? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich leer. Und zugleich unglaublich voll.

 

Es ist, als würden sich meine eigenen Grenzen auflösen. Mein Gefühl, was ich bin und was nicht bin, meine Wahrnehmen, mein Körper, mein Sein vermischt. Mit allem und doch nichts.

 

Dann gibt es kein Beschreiben. Kein Bewerten. Mir kommen die Tränen, ohne zu wissen warum. Ohne wissen zu wollen warum. Kein Reflektieren. Kein Denken. Kein Wollen.

 

Ein unglaublich friedlicher Moment.

 

Dann kommt das Denken. Die Fragen. Es bleibt nicht mehr beim Sein. Beim Wahrnehmen. Dann ist der Moment vorbei.

 

Was bleibt, ist dieses Gefühl. Im ganzen Körper. Das Gefühl von Leichtigkeit und doch so schwer.

 

An Tagen wie diesen, an denen nichts wichtig ist. Ein Tag, an dem alles wichtig ist.

 

Heute war einer dieser Tage. Ein Tag wie jeder andere — zumindest, wie jeder andere sein könnte.

GedankenSimon M.C. Schubert
Denken und Glauben
I discovered that it is necessary, absolutely necessary, to believe in nothing. That is, we have to believe in something which has no form and no color — something which exists before all forms and colors appear... No matter what god or doctrine you believe in, if you become attached to it, your belief will be based more or less on a self-centered idea.
— Shunryu Suzuki
 

Wir gehen mit festen Annahmen durch die Welt. Mit Annahmen, wie die Welt beschaffen sei. Wie Dinge funktionieren. Was ist. Was nicht ist.

 

Wir meinen, zu wissen. Sicherlich nicht alles. Und doch sehr viel.

 

Fangen wir an, zu reflektieren, merken wir schnell, wie viel wir nicht wissen. Wohl nie wissen können. Gehen wir weiter, drängt sich eine andere Frage auf: Was wissen wir wirklich? Was können wir uns sicher sein?

 

Diese Frage mag beunruhigen. Denn hinterfragen wir wirklich, was wir zu wissen meinen, kann nicht viel übrig bleiben. All unsere Vorstellungen von der Welt sind letztendlich nur Vorstellungen. Können sie deswegen nicht wahr sein? Sicherlich. Doch warum sollten sie? Und wie wollen wir dies überprüfen?

 

Interessant wird es, wenn wir unsere eigene Existenz hinterfragen. Wer bin ich? Existiere ich wirklich? Können wir uns unserer eigenen Existenz sicher sein?

Ich denke, also bin ich.
— René Descartes

Auf den ersten Blick einleuchtend. Dann aber schon nicht mehr. Schon eher: Ich denke, als gibt es etwas Denkendes. Doch auch dieser Gedanke hat seine Grenzen.

 

Ich überlasse es den Philosophen, was wir denn wirklich wissen können und was auch nicht.

 

Doch ich komme nicht umhin, mich zu fragen: Woran kann ich glauben?

 

Wenn ich schon nichts weiß, so sollte ich zumindest glauben. Oder?

 

Im Laufe der Jahre hat sich meine Antwort auf die Frage, woran ich denn glaube, stark geändert. Mit zunehmenden Alter wurden nicht nur die Dinge, die ich 'weiß', weniger, sondern auch jene, an die ich glaube.

 

Muss ich an etwas glauben? Sollte ich an etwas glauben? Ist es eine Entscheidung, an etwas zu glauben? Oder glaube ich einfach an etwas?

 

Ich frage mich, an was glaube ich? Ich weiß es nicht.

 

Glaube kann etwas unglaublich Schönes sein. Etwas unglaublich Machtvolles. Lange Zeit hielt ich es — zu glauben — für etwas Notwendiges. Doch ist es das? Ist Glaube notwendig?

GedankenSimon M.C. Schubert
Nimm dich an
To be beautiful means to be yourself. You don’t need to be accepted by others. You need to accept yourself.
— Thich Nhat Hanh
 

Was tust du alles, um anderen zu gefallen?

 

Von all den Dingen, die du tust. Wie du dich kleidest. Verhältst. Reagierst. Sprichst. Denkst. Was du magst. Was du nicht magst. Von all den Dingen, was tust du für andere?

 

Um akzeptiert zu werden. Anerkennung zu bekommen. Gemocht zu werden. Dazuzugehören. Beneidet zu werden. Ich wette: eine Menge.

 

Und wie viel tust du wirklich nur für dich? Einfach weil du so sein willst. Nicht für andere. Nur für dich.

 

Wie oft bist du einfach mal du? Ohne dir Gedanken zu machen, wie dies gerade bei anderen ankommt. Ohne irgendwelche Erwartungen von anderen zu erfüllen.

 

Bist du dir genug? Einfach nur du selbst zu sein.

 

Sicherlich ist es schön — ja vielleicht sogar notwendig —, von anderen akzeptiert zu werden. Doch ist es nicht wichtiger, sich erst selber zu akzeptieren?

 

Und bedeutet dies nicht, sich nicht für andere zu verstellen? Rollen einzunehmen. Sondern sich selber treu zu sein.

 

Ich wünsche mir, dass wir uns alle selber voll und ganz akzeptieren. Alle Unsicherheiten ablegen. Uns einfach annehmen. Uns selber lieben. Sein lassen. Mit Fehlern. Mit Eigenarten. Mit genau der einzigartigen Mischung, die uns zu uns selber macht.

 

Ich wünsche mir, dass wir mehr wir sind. Authentisch. Lebendig. Fühlend. Einzigartig. Wunderbar.

 

Und dann jeden anderen Menschen genauso sehen und annehmen.

GedankenSimon M.C. Schubert
Gedanken übers Sterben
The fear of death follows from the fear of life. A man who lives fully is prepared to die at any time.
— Mark Twain

Über 26 Jahre hat es gedauert, bis ich wirklich Erfahrung mit dem Tod gemacht habe.

 

Zu erleben, wie eine Person plötzlich nicht mehr ist. Eine Person, die mein ganzes bisheriges Leben immer da war.

 

Zu sehen, wie schnell das Leben einem Körper entweichen kann. Wie der letzte Atemzug — der letzte Herzschlag — wirklich der letzte ist. Wie keiner mehr folgt. Alles ein Ende hat.

 

Doch was hat ein Ende? Und ist es wirklich ein Ende? Der Tod.

 

Ist es nicht verrückt, wie wir heutzutage mit dem Tod umgehen? Wie wir versuchen, ihn so gut es geht zu ignorieren?

 

Doch was ist es, was wir so sehr meiden wollen? Die Konfrontation mit unserer eigenen Sterblichkeit? Die Konfrontation mit der Einsicht, dass wir eigentlich absolut keine Kontrolle haben?

 

Ich meine, wir alle wissen, dass wir sterben werden. Darum gibt es kein herum. Das ist Teil des Ganzen. Teil vom Leben.

Life is like stepping onto a boat which is about to sail out to sea and sink.
— Shunryu Suzuki

Und trotzdem ist es so schwer, Sterben völlig anzunehmen. Woran halten wir fest? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht ist die interessantere Frage: Wer oder was hält an der Illusion des Nicht-Sterbens fest?

 

Wir, also 'ich'? Dann wäre wohl die Frage, wer dieses 'ich' denn ist. Eine Frage, die sicherlich einiger Beschäftigung wert ist.

 

Doch wir können auch ohne uns Fragen solcher Natur zu stellen, einen guten Umgang mit dem Tod finden. Vielleicht indem wir einen guten Umgang mit dem Leben haben? Indem wir uns völlig ergeben — dem, was ist. Nicht festhalten — an dem, was nicht ist.

 

Indem wir einfach sind. Bewusst sind. Bewusst leben.

 

So können wir die Angst einfach sein lassen. So wird sie vielleicht sogar ganz verschwinden.

 

Wenn wir nicht mehr versuchen, alles kontrollieren zu wollen. Unser Leben. Unsere Umwelt. Und sogar den Tod. Denn das konnten wir nie und werden wir nie können.

 

Doch was wir können, ist Einfluss nehmen. Aktiv werden. Aber auch passiv sein.

 

Wir können einen Stein ins Wasser werfen. Doch dann bleibt uns nichts anderes als zu schauen, was anschließend passiert.

 

Meine Erfahrungen vom Leben und vor allem vom Tod mögen recht spärlich sein. Doch wie so oft ist es nicht die Quantität, die zählt.

 

Was mich meine Erfahrung mit dem Tod gelehrt hat?

 

Erstmal, dass Sterben absolut nichts Schlimmes sein muss. Jedem, der sich nicht als rein isoliertes Individuum wahrnimmt, mag diese Vorstellung sicherlich leichter fallen anzunehmen.

 

Ansonsten vor allem eins: Leben ist kurz. Kostbar. Unglaublich wertvoll. Darum sollten wir jeden Moment nutzen. Leben. Erleben. Unser Leben mit Liebe und Glück füllen. Mit wunderbaren Menschen. Sinn und Werten. Dinge, für die es sich zu leben lohnt. Und für die wir auch sterben würden.

 

Das ist es, was mich der Tod bisher am meisten gelehrt hat: Sein Leben zu leben. Unserer menschliche Erfahrung als das zu sehen, was sie ist: Ein Geschenk. Ein Wunder. Genau wie jeder einzelne Tag. Jeder einzelne Moment.

Warum tust du, was du tust?

Hast du dir schon mal die Frage gestellt? Warum tust du all die Dinge, die du tust?

 

Weil es einfach ist? Weil alles andere dir Angst macht? Weil jemand es so erwartet? Weil du es selber so erwartest? Weil es sich einfach so ergeben hat?

 

Weil du nicht weißt, was du sonst tun solltest?

 

Ich glaube, bis wir eine einfache Antwort auf diese Frage finden, müssen wir oft Fragen. Weit gehen. Viele Antworten ausschließen.

 

Es mag ein mühsamer Weg sein. Doch es lohnt sich, ihn zu gehen. Nicht um anzukommen. Sondern um ihn zu gehen.

 

Jahrelang wusste ich nicht, was ich will. Sicherlich bin ich noch weit davon entfernt, es wirklich zu begreifen. Doch ich habe mich auf die Reise begeben. Bleibe nicht mehr stehen. Fragend. Wartend.

 

Ich denke, es kann uns ungemein helfen, herauszufinden warum wir Dinge tun. Was ist unsere wahre Intension? Das ist gar nicht so einfach herauszufinden. Wenn wir uns das selber fragen, bekommen wir meistens keine ehrliche Antwort.

 

Wie so oft sind wir mit uns selber am wenigsten ehrlich. Weil die wahre Antwort zu schmerzhaft wäre?

 

Ich erinnere mich noch an einen dieser Momente, an denen die eigene Illusion verblasst.

 

Es ist noch nicht lange her. Diesen Sommer in Kanada. Nach über 12 Stunden Busfahrt bin ich in irgendeiner kleinen Stadt angekommen. In einigen Stunden würde ich für weitere 12 Stunden mit dem Bus unterwegs sein.

 

In unmittelbarer Umgebung gab es einen Berg. Oben alles ganz flach. Ein schöner Park. Grüner Rasen. Sonne. Bäume die Schatten spenden. Unglaublich friedlich.

 

Ich liege. Schaue über die Stadt hinweg in die Ferne.

 

Nicht weit von mir, werden Hochzeitsfotos gemacht. Ein ganz frisch verheiratetes Ehepaar hat wohl beschlossen, ihren glücklichen Tag hier an diesem friedvollen Ort festhalten zu lassen. Ich schaue dem Treiben aus einigem Abstand interessiert zu.

 

Es war diese eine Frage, die tief in mich hinein drang. Eine Frage die Steven Pressfield in 'the war of art' stellt:

 

Was würdest du tun, wenn du der einzige Mensch auf Erden wärst?

 

Bei dieser Frage musste ich innehalten.

 

Ich habe mir schon viele solcher Fragen gestellt. Doch irgendwie war diese Frage in dem Moment enorm kraftvoll.

 

Was würde ich tun?

 

Sicherlich, erstmal würde ich mich enorm einsam fühlen. Mir einen — überhaupt irgendeinen — Menschen wünschen. Nicht allein sein wollen.

 

Doch was würde ich tun? Würde ich das tun, was ich jetzt tue?

 

Wahrscheinlich nicht.

 

Wahrscheinlich würde ich … ja, was würde?

 

Was würdest du tun?

 

Was würdest du tun, wenn du der einzige Mensch auf Erden wärst?

 

Und wenn du es nicht schon jetzt tust: Warum tust du es nicht?

GedankenSimon M.C. Schubert
Perspektive

Die Perspektive ändert alles.

 

Es ist verrückt, wie wir durchs Leben gehen.

 

Ständig vergleichen wir uns mit allem und jedem.

 

Schauen, was wir nicht haben. Nicht tun können. Nicht sind.

 

Und ich kann es niemandem verübeln. Ist es nicht das, was wir Menschen tun? Vergleichen.

 

Doch ist es nicht auch das, was uns Menschen unglücklich macht?

 

Und wir wissen es. Und trotzdem tun wir es.

 

Also lasst uns damit einfach aufhören.

 

Denn Perspektiven ändern alles.

 

Reicher Mann und armer Mann standen da und sah`n sich an.
Da sagt der Arme bleich:
’Wär ich nicht arm,
wärst du nicht reich.’
— Berthold Brecht

 

 

Wo fangen wir an? Na dort, wo wir aufhören. Bei unserem Leben.

 

Wir fangen an, zu reflektieren. Zu hinterfragen. Dinge in Perspektive zu setzen.

 

Was ist es wirklich, was wir wollen? Was ist es wirklich, was wir brauchen? Was ist es wirklich, womit wir unsere wenige Zeit verbringen möchten?

 

Ist es nicht verrückt, was wir alles als selbstverständlich ansehen? Deren Wert uns erst bewusst wird, sobald wir es missen. Gehört es zur Natur des Menschen, — als Kollektiv — diese Fehler immer und immer wieder zu machen?

 

Wollen wir uns wirklich unserer eigener Gesundheit berauben? Unserer eigenen Lebensqualität? Für … ja für was eigentlich?

 

Sollten wir nicht dankbar sein, was wir bereits haben? Es wertschätzen und wertschätzend damit umgehen? Wenn schon nicht für andere dann vielleicht für uns selber?

 

Ich wünsche mir, wir würden öfter andere Perspektiven betrachten. Uns fragen, wie wir wohl mit 70 über unser jetziges Verhalten denken würden. Uns fragen, wie es unserem Gegenüber wohl geht. Uns fragen: Warum eigentlich und warum nicht?

GedankenSimon M.C. Schubert
Nahrungsergänzungen sind Ergänzungen und sollten nicht die Basis einer Ernährung darstellen!

Bist du dir unsicher, ob du Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen solltest? Kannst du deinen Bedarf an Nährstoffen über eine gesunde Ernährung decken? Das sind wichtige Fragen, zu denen es keine klare Antwort gibt. Prinzipiell ist es möglich, seinen Bedarf über eine natürliche Ernährung zu decken. Doch tust du es? In manchen Fällen kann ein bedachter Einsatz von Supplements sinnvoll sein. Wichtig ist vor allem, sich nicht einfach leichtfertig irgendwelche Supplements reinzuhauen!

 

Vor allem bei isolierten Stoffen ist Vorsicht geboten. Hier kann man schnell sehr hohe Dosen konsumieren. Daher ist ein Bluttest ratsam, um zu schauen, ob ein Mangel besteht. Dann kann man diesem mithilfe von Supplements entgegenwirken.

 

Es kann jedoch keinen Zweifel geben: Die Basis unserer Ernährung sollte aus LEBENSmitteln bestehen. Vor allem unverarbeitetes, regionales, saisonales, biologisch angebautes Obst und Gemüse. Frische, natürlich gewachsene Pflanzen sind lebendige Nahrung. Pillen sind das im Gegensatz sicherlich nicht. Daher is mehr Lebensmittel und es wird sich auf deine Vitalität positiv auswirken!

 

Ähnliches gilt für Superfoods: Sie sind toll. Wunderbar. Vor allem frisch und lebend. Pulver — also meist getrocknete Formen — sind auch nicht schlecht. Aber nicht das Gleiche. Vor allem, wenn sie in der Verpackung schon ewig rumstanden.

 

Wie gehst du mit Supplements und Superfoods um? Ich integriere Sie gerne in meine alltägliche Ernährung. Jedoch immer mit dem Gedanken, dass sie frische Nahrungsmittel nicht ersetzen sollten.

GedankenSimon M.C. Schubert
Verliere dich nicht in Details

Welche Fette sind gesünder?

Ausdauertraining oder doch Krafttraining?

Am Abend Kohlenhydrate essen oder lieber nicht?

Welches Obst im am gesündesten?

Was ist denn nun besser, Paleo oder vegan?

Wie viel Protein braucht man?

 

All diese Fragen …

 

Dinge zu hinterfragen, ist immer gut. Keine Frage.

 

Doch wenn das ganze Hinterfragen, Analysieren und Denken dich davon abhält, etwas umzusetzen, ist niemandem geholfen.

 

Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie schnell man sich in Details verlieren kann. Ob Brokkoli gesünder als Grünkohl ist? Who gives a fuck? Iss beides! Oder einfach das, was du lieber magst.

 

Bevor wir uns Gedanken machen, wie man 'noch' gesünder leben kann. Alles noch weiter optimieren kann. Was denn nun wirklich das beste ist, sollten wir einfach erstmal mit den grundlegenden Dingen anfangen.

 

Doch ist es nicht so viel einfacher, sich einfach nur theoretisch mit all dem zu beschäftigen?

 

Letztendlich bringt es dich aber nicht wirklich weiter …

 

Also bevor du dich in irgendwelchen Details verlierst, schau erstmal: Wie schaut es bei dir mit den grundlegenden Dingen aus?

 

Isst du möglichst viele unverarbeitete Produkte? Hat deine Ernährung einen hohen Gemüse- und Obstanteil?

Bewegst du dich täglich genügend? Egal was oder wie, einfach überhaupt Bewegung?

Schläfst du ausreichend?

Hast du ausreichend Ausgleich? Entspannung in welcher Form auch immer?

 

Erst, wenn wir solche Fragen mit 'Ja' beantworten können, ergibt es wirklich Sinn sich mit spezifischeren Fragen auseinanderzusetzen.

 

Es ist, als würde man beim Dach anfangen, ein Haus zu bauen. Wahrscheinlich geht es irgendwie. Doch wirklich empfehlenswert ist es wohl nicht.

 

Also bitte starte bei den Basics. Das macht das Ganze auch noch viel einfacher

GedankenSimon M.C. Schubert
Du musst nicht alles können.

Kennst du diese Momente? Wenn plötzlich die Erkenntnis kommt. Ein Gedanke tief aus deinem Unterbewusstsein aufsteigt.

 

Auf einmal wirkt es so naheliegend. So offensichtlich. So als hätte es nie eine andere Option gegeben.

 

Solch einen Moment hatte ich gestern. Als ich gleich 2 Mal ein wundervolles Feedback auf meine letzte Nachricht bekam.

 

Mir wurde bewusst, dass ich nicht alles so machen muss, wie ich denke, dass es gemacht werden muss. So habe ich zum Beispiel immer gedacht, bei Instagram Bilder zu posten müssen. Schließlich lebt die Plattform davon. Doch genau das hat mich davon abgehalten, überhaupt zu posten.

 

Ist das nicht schade? Warum lassen wir uns von solchen Dingen einschränken?

 

Ich spreche gar nicht mal davon, was wir denken, was andere Menschen von uns und über unser Tun denken. Viel mehr meine ich, dass wir uns selber einschränken, indem wir annehmen, etwas müsste auf eine bestimmte Weise getan werden.

 

In vielen Fällen werden wir es so nicht gut können. Schließlich können wir nicht in allem gut sein. Nun können wir probieren, darin besser zu werden, es ganz sein zu lassen oder aber wir entledigen uns unser eigenen Erwartungen und machen uns auf unsere Art.

 

In vielen Bereichen wie Kunst und Fashion ist das schon selbstverständlich. Aber in vielen Bereichen unseres Alltags nicht.

 

Wenn du nächstes Mal etwas tun sollst oder willst, worin du nicht gut bist, frag dich: Musst du es wirklich auf diese Art machen? Gibt es nicht vielleicht eine andere Möglichkeit, die für dich natürlicher und authentischer ist?

 

Und ja, es gibt Gründe, warum unzählige Menschen es auf diese eine Art und Weise tun. Vielleicht funktioniert es so am besten? Doch das heißt nicht, dass du es auch so tun musst. Vielleicht funktioniert es so einfach nicht für dich. Dann wirst du daran halt nicht der oder die Beste. Das ist ok.

 

Es wird so oft gesagt, du sollst die beste Version von dir werden. Doch solltest du es dann nicht auf deine Art und Weise versuchen?

 

Letztendlich geht es doch erstmal darum, ob es dir so gefällt. Ob du Spaß daran hast. Dann kannst du schauen, ob es noch andere Menschen gibt, die sich damit identifizieren können. Und auf einmal seit ihr eine ganze Gruppe, die es anders — und trotzdem gut — macht. Oder halt auch nicht. Schließlich können wir nicht in allem gut sein.

GedankenSimon M.C. Schubert
Gib, so wird dir gegeben.

Ich wurde mal gefragt: „Simon, warum machst du das? Mit deinem Podcast stellst du doch eher die anderen ins Rampenlicht, aber von dir selber zeigst du eher kaum etwas.“

 

Und da ist einiges dran. Doch ich glaube daran, dass man manchmal erst geben muss, bevor man selber erhalten kann. Das dies auch so in der Bibel und wahrscheinlich jeder anderen religion so vorkommt, muss ich nicht erwähnen, oder?

 

Gestern las ich dann folgende Nachricht:

 

„… ich finde das klingt alles ganz wunderbar und ich habe in jedem Fall Lust dabei zu sein ;o) Danke für dein Vertrauen und deine Anfrage. Und herzlichen Glückwunsch für die schöne Idee und deine Tatkraft!!

Übrigens bekomme ich immer wieder positives Feedback zum Podcast aus verschiedenen Ecken…ich staune immer wieder, wie das doch vereinzelte erreicht. Einen neuen Klienten habe ich durch den Podcast auch bekommen. Ich danke dir! …“

 

Es ist ein schönes Gefühl, dass mein Podcast nicht nur den Zuhörern hilft, sondern auch meinen Gesprächspartnern selbst.

 

Dass Geben und Nehmen zusammengehört, ’weiß’ eigentlich jeder. Doch handelt auch jeder so?

 

Ich zumindest habe gelegentlich noch Schwierigkeiten, einfach zu geben. Vor allem ohne Bedingungen. Ohne Erwartungen, dass etwas zurückkommt. Dabei ist es eigentlich so simple. Vor allem: so wichtig. So bereichernd.

 

Ich übe mich daran. In meinem Tempo. Auf meine Art. Vielleicht ist es sogar eine (Lebens-) Aufgabe von mir.

 

Letztendlich gilt es auch diesem Lebensprinzip gerecht zu werden. Wir haben also mal wieder selber die Wahl. Nicht ‚ob‘ sondern ‚wie‘. Freiwillig oder unfreiwillig. Anders ausgedrückt: ‚Gebe oder dir wird genommen’.

 

Dies führt uns weiter zu einem anderen wichtigen Aspekt: Wie viel gibst du dir selber? Verausgabst du dich und gibst alles von dir fort — um anderen zu helfen? Meinst du, es ist sinnvoll sein letztes Korn wegzugeben, ohne Reserven für die nächste Ernte zu haben?

 

Gib. Nur nicht alles, sonst gibt es nichts mehr zu geben.

Oder was geben kann.

 

Ich lass dich mit folgender Frage alleine:

 

Welche 1 Sache kannst du heute tun, damit es dir besser geht und was kannst du tun, damit es einer anderen Person besser geht? Tue es.

GedankenSimon M.C. Schubert
Bist du ein Stachelschwein?
Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so daß sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. - So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! [Wahren Sie den Abstand!] - Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. - Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.
— Arthur Schopenhauer
 

Ist dies das einsame Schicksal eines Stachelschweins? Dazu bestimmt, auf ewig alleine zu sein. Verletzt zu werden. Andere zu verletzen. Sobald man sich zu nahe kommt.

 

Könnte es nicht einfach die Stacheln anlegen, sodass sie keinen Schaden mehr anrichten können? Sich verletzbar machen. Darauf vertrauen, dass die anderen sich nicht gleich auf einen stürzen.

 

Ist es absurd von mir, das zu glauben?

 

Es ist nicht einfach. Seinen Schutz abzulegen. Wo er doch schon so oft, so gute Dienste geleistet hat. Abzulegen, was so natürlich zu sein scheint.

 

Wäre dem Stachelschein nicht gut geraten, die „Leere und Monotonie des eigenen Inneren“ nicht durch andere füllen zu wollen, sondern sich alleine zu genügen?

 

Dann wäre es nicht auf die Nähe der anderen angewiesen. Es könnte sich langsam nähern, sodass sich niemand überrumpelt, überfordert oder gar angegriffen fühlt. Dann könnten auch die anderen Stachelschweine ganz langsam und in ihrem Tempo sich an die Nähe gewöhnen. Und eines Tages ohne ausgefahrene Stacheln durch die Gegend laufen.

 

Wäre das nicht ein schönes Bild? Viele aneinander kuschelnde Stachelschweine. Jeder selbst genügend und doch unglaublich froh über die Wärme und Gesellschaft der anderen.

GedankenSimon M.C. Schubert
Du weißt, was dir guttut.

Du weißt, was dir guttut. Du hast es schon immer gewusst. Du wirst es immer wissen.

 

Auch wenn es im Moment nicht offensichtlich sein mag. Die Antwort trägst du mit dir herum. In dir. 

 

Du hörst nichts? Hör auf, etwas hören zu wollen. Hör auf, etwas erzwingen zu wollen. Sei einfach. 

 

“When I let go of what I am, I become what I might be.” — Lao Tzu

 

Versuche nicht die Antwort in anderen zu finden. Niemand weiß, was dir wirklich gut tut. Außer dir.

 

Orientiere dich an dem, was andere sagen. Doch halte es niemals für die Wahrheit. Oder meinst du es gibt die eine Wahrheit?

 

Höre dir an, was andere zu sagen haben. Doch überprüfe immer, ob es auch auf dich zutrifft.

 

Ist es nicht wundervoll? Zu wissen, dass du eigentlich alles Nötige schon weißt?

 

Doch ist es wirklich so?

 

Wer bin ich, dir das sagen zu können? Das musst du schon für dich alleine herausfinden.

 

Doch ich möchte dich ermuntern, in dich zu horchen. Was du schon alles weißt. 

 

Bist du dir unsicher, wie eine gesunde Ernährung ausschauen sollte? Was das Richtige für dich ist? Ob du dich ausreichend bewegst? Entspannt bist? Liebst? Lebst? Was du brauchst? Was du willst?

 

Du weißt mehr, als du wahrscheinlich denkst.

 

Selbst wenn du dir nicht allem bewusst bist. Konzentriere dich auf das, was dir bewusst ist.

 

Du möchtest ein gesundes und glückliches Leben?

 

Stell dir die Frage, was du dafür tun müsstest. Ich bin mir sicher, du weißt die Antwort.

 

Vielleicht gefällt sie dir nur nicht.

 

Habe Vertrauen. In das Leben. In dich.

 

Denn du trägst bereits alle Antworten in dir. Und vielleicht bist du sogar die Antwort?

GedankenSimon M.C. Schubert
3 Tage Fasten: meine Erfahrung

Fasten ist mir zwar schon ewig ein Begriff, doch so wirklich habe ich mich bisher nie damit beschäftigt. Eigentlich wollte ich davon auch nie etwas wissen. Nichts essen? Ohne mich.

 

Im Laufe der Zeit habe ich dann doch immer mal wieder für 24 Stunden gefastet und dann auch inzwischen seit langer Zeit intermittierend gefastet. Also täglich nur in einem Zeitfenster von 8 Stunden etwas gegessen und die restlichen 16 Stunden nichts.

 

Am vergangenen Sonntag habe ich dann spontan beschlossen, für 3 Tage zu fasten.

 

Warum überhaupt Fasten?

 

Der ein oder andere fragt sich vielleicht: Warum sollte man überhaupt Fasten? Mir ging es sicherlich nicht ums Abnehmen. Bei so kleinen Zeiträumen ist dies im Endeffekt übrigens auch nicht empfehlenswert. 

 

Fasten hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Von der Entlastung der Verdauungsorgane, Verbesserung des Zuckerstoffwechsels, Beseitigung von Eiweißablagerungen usw. Im Prinzip ist es für viele Bereiche des Körpers wie ein Reset. Mir ging es vor allem um den Reinigungs- bzw. Entgiftungseffekt. 

 

Durch Fasten — zumindest richtig ausgeführt — gibt man dem Körper die Chance, sich zu entgiften. Chemikalien, Medikamente, Schwermetalle usw., die wir unweigerlich aufnehmen, werden in unserem Körper gespeichert, wenn sie nicht sofort über unsere meist völlig überlasteten Entgiftungssysteme ausgeschieden werden können. Man könnte sagen, der Körper holt nach, wozu er sonst nicht gekommen ist. Sich heilen, regenerieren und entgiften.

 

Was habe ich gemacht?

 

Ich habe mir zuvor einiges zum Thema Fasten durchgelesen. Unter anderem “Das große Buch vom Fasten” von Rüdiger Dahlke. Schließlich wollte ich ein bisschen vorbereitet sein.

 

Letztendlich ist bei einem so kurzem Zeitraum nicht viel Vorbereitung nötig. Rüdiger Dahlke empfiehlt auch mindestens 1 Woche zu fasten. Bei mir hat es zeitlich einfach nicht anders gepasst.

 

Das Fasten an sich war dann keine große Sache. 3 Tage einfach nichts essen. Sehr viel Trinken und auf den Körper hören. Gerne viel Entspannung.

 

Mein Plan war, dass ich mir jeweils einen Nieren-Blasen-Tee, einen Leber-Gallen-Tee und einen Blutreinigungstee kaufen wollte. Nachdem ich jedoch im Bio-Laden vor Tees wie “Alles Liebe Kräutertee”, “Dankeschön Kräutertee”, “Geburtstagstee” und “Zaubertrank Kräutertee” ziemlich ratlos dastand, habe ich einfach zwei verschiedene Fasten-Tees genommen. Mal im Ernst: Wer kann mit solchen Namen was anfangen? Beide Fasten-Tees von verschiedenen Herstellern hatten übrigens komplett unterschiedliche Zutaten. War mir nur recht. Zuhause hatte ich noch einen Verdauungs-Tee. Mit selbst gesammelten frischen Brennnesseln und frischen Kräutern aus dem Garten war ich dann Tee-technisch gut ausgestattet.

 

Der Rest war in der Tat Teetrinken und Abwarten. Viel Lesen und die Zeit als Rückzug und Regeneration nutzen.

 

Das habe ich benutzt

 

  • Tee & Wasser: mindestens 3 Liter möglich trinken. Eher mehr.
  • Wärmflasche: Zur Unterstützung der Leber auf die Leber legen (“Leberwickel”)
  • Einlauf-Set (Irrigator): Bei 3 Tagen nicht unbedingt nötig. Trotzdem sehr empfehlenswert zur Darmreinigung mindestens jeden 2. Tag.
  • MSM, Spirulina & Chlorella: Habe ich zusätzlich zur Unterstützung der Entgiftung genommen. Jeweils ca. 5 g täglich, sodass die Mengen so gering sind, dass sie den Fastenzustand nicht beeinflussen.

 

Wie ist es mir ergangen?

 

Da ich bereits gelegentlich mal ein bisschen länger nichts esse bzw. täglich für 16 Stunden nichts, war das Ganze für mich nicht völlig ungewöhnlich. Letztendlich sind 3 Tage für Fasten auch recht kurz. Klar hatte ich Hunger — vor allem am ersten Tag. Jedoch nicht so stark, sodass es gut auszuhalten war.

 

Ich hatte bereits gelesen, dass sich der Körper auf 3 Methoden ‘wehrt’: Hunger, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme. Hunger war wie gesagt völlig in Ordnung. Kopfschmerzen hatte ich kaum welche. Jedoch habe ich klar meinen Kreislauf gemerkt.

 

Durch fehlendes Salz kann der Körper den Blutdruck nicht mehr halten, sodass er um einiges abfällt. Wer einen ‘normalen’ bzw. sowieso schon geringen Blutdruck hat, wird dies merken. Das ist nicht gefährlich, aber auch nicht angenehm. Jetzt kann ich zumindest verstehen, warum Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck sich zu nichts aufraffen können.

 

Ansonsten habe ich mich allgemein eher schwach gefühlt. Von dem leichten und angenehmen Gefühl, welches oft beim Fasten hochkommen soll, habe ich nichts gespürt. Dazu habe ich wahrscheinlich auch nicht lange genug gefastet.

 

Ich habe mich eher energielos und erschöpft gefühlt. Nicht unbedingt die Art, mit der ich bevorzugt durchs Leben gehe. Ob dies durch das Entgifen oder einfach aufgrund der Umstellung innerhalb der ersten Fasttage so war, kann ich nicht sagen. Ich gehe davon aus, dass es besser geworden wäre. Letztendlich war es auch nicht schlimm. Ich bin einfach anderes gewöhnt.

 

Mein Fazit

 

Es war ganz klar eine tolle Erfahrung. Jeder sollte unbedingt eigene Fasten-Erfahrungen machen. Auch wenn 3 Tage eigentlich nicht so lange sind, muss ich gestehen, dass ich nicht so motiviert war, weiterzumachen.

 

Wie gesagt ich habe mich eher schwach gefühlt. Hoffentlich wäre es ab dem 4. Tag besser gewesen. Ansonsten muss man sich ganz klar auch darauf einlassen und sich eine Auszeit nehmen. Körperlich wie auch geistig. Sich komplett darauf einlassen.

 

Es wird sicherlich nicht das letzte Mal Fasten für mich gewesen sein. Selbstverständlich reizt es mich schon, länger zu fasten. Vor allem in Verbindung mit einem spirituellen Program. Aber natürlich möchte ich auch von den positiven Effekten auf die Gesundheit profitieren.

 

Nächstes Mal werde ich sicherlich erstmal Saftfasten machen und schauen, inwiefern dies anders ist.

 

Willst du auch selber Fasten?

 

Falls du auch nur ein paar Tage fasten ‘ausprobieren’ möchtest, ist nicht so viel zu beachten. Wenn du irgendwelche Krankheiten hast, würde ich mich gut informieren und eventuell mit einem geeinigten! Arzt absprechen. Bist du gesund und fühlst dich gut? Dann kann es eigentlich gleich losgehen.

LektionenSimon M.C. Schubert
So kannst auch du bei über 40°C für 3 Stunden baden

Warnung! Ich empfehle ganz klar niemandem, das hier Beschriebene nachzumachen. 

 

Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die sowie schon ähnliches praktizieren und hoffentlich von meinen Erfahrungen profitieren. Dieser Artikel ist eher für all diejenigen, die meine Leiden-schaft teilen. Für Menschen, die es immer wieder zurückzieht. In die Badewanne.

 

3 Stunden baden. Dann auch noch bei über 40°C. Warum solltest du das wollen?

 

Das ist eine gute Frage. Du weißt nicht, warum du es tun solltest? Dann lass es am besten einfach. Ernsthaft. Empfehlen kann ich es eigentlich nicht. So wirklich gut ist es für den Körper wohl nicht.

 

Trotzdem irgendwie kann ich es nicht lassen. Schon seit vielen Jahren bade ich regelmäßig sehr lange und sehr heiß. Über die Jahre habe ich viele Erfahrungen gesammelt und probiert mein Erlebnis zu optimieren. Einiges vom Gelernten möchte ich nun teilen.

 

Tue es nicht!

 

Ich möchte nochmal davor warnen, das Beschriebene einfach so auszuprobieren. Vor allem Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder generell einen schwachen Kreislauf sollten nichts dergleichen versuchen. Blackouts und daraus resultierende Verletzungen sind vor allem bei wenig Erfahrung, schlechtem Körperbewusstsein und/oder schwachem Kreislauf nicht unwahrscheinlich.

 

Warum tue ich es trotzdem?

 

Ehrlich gesagt, habe ich mir schon öfters vorgenommen, nicht mehr so lange und so heiß zu baden. Doch irgendwie hat es einen starken Reiz, sodass ich doch immer wieder ‘rückfällig’ werde.

 

Eigentlich bin ich kein ‘Wasser-Mensch’. Ich mag das Meer, aber schwimmen tue ich irgendwie nicht so gerne. Ganz allgemein fühle ich mich auf festen Boden am wohlsten. Trotzdem ist Baden anders.

 

Baden bedeutet für mich vor allem Entspannung. Du ‘zwingst’ dich dazu, komplett still zu sein. Du kannst nicht viel machen. Dich kaum bewegen. Einfach nur da liegen. Schweben. Sein.

 

Es ist, als wäre man in einer anderen Welt. Alles andere verblasst um einen herum. Nur noch dieser Moment. Nur noch jetzt und hier.

 

Aber es geht noch weiter. Teilweise kann man Trancezustände erreichen. Gelegentlich und vor allem ohne viel Erfahrung durch völlige Erschöpfung der Bewusstlosigkeit nahe. Ansonsten eher ein Dämmerzustand. Wie im Halbschlaf. Und doch ganz anders.

 

Ich kann mir vorstellen, dass jeder es sowieso anders erlebt. Letztendlich ist es auch bei mir nicht immer gleich.

 

Wie gesagt, ich möchte dich nicht dazu animieren, es auch zu versuchen. Doch wenn du ähnlich tickst wie ich, wirst du es sowieso tun — oder hast es schon längst getan.

 

Ich möchte dir ein paar Hinweise geben, wie man das ganze besser gestalten kann. Vor allem besser durchsteht und sich danach besser fühlt.

 

Nebenwirkungen

 

Gibt es Nebenwirkungen? Naja. Generell ist es eine sehr große Belastung für den Körper. Wenn du auf sportliche Leistungsfähigkeit aus bist, ist dies suboptimal. Letztendlich kann es deine Regenerationsfähigkeit beeinträchtigen.

 

Im Prinzip wird ein künstliches Fieber erzeugt. Der Körper gelangt an seine Grenzen, die eigene Körpertemperatur zu regulieren bzw. konstant zu halten. Die Folge: die Körpertemperatur steigt.

 

Pro Grad Erhöhung verdoppelt sich die Stoffwechselaktivität. Das kommt vor allem dem Immunsystem im Krankheitsfall zu Gute. Wie groß positive Effekte ausfallen, kann ich nicht abschätzen. Das Ganze macht man sich jedoch mit Saunagängen auch zu Nutzen.

 

Großer Unterschied zur Sauna: man bleibt insgesamt deutlich länger drin. Ich habe zumindest bis jetzt immer Pausen zwischen den Saunagängen gemacht.

 

Die starke Belastung kann den Körper enorm erschöpfen. So stark, dass außer einfach nur Schlafen nichts mehr geht. Durch die unten genannten Tricks habe ich die Erschöpfung schon stark reduziert. Inzwischen bin ich anschließend meistens einfach entspannt, aber habe immer noch Kraft und Energie.

 

Ansonsten kann es passieren, dass am nächsten Tag die Augen verklebt sind. Ähnlich einer Bindehautentzündung. Das geht meiner Erfahrung nach innerhalb des Tages wieder weg. Die Augen geschlossen zu halten hilft. Zu Not würde wahrscheinlich eine Schwimmbrille auch helfen. Interessanterweise scheinen einige der erwähnten Tricks hiermit auch zu helfen. Zumindest habe ich das Problem kaum noch, obwohl ich weiterhin dabei viel lese.

 

Wie gesagt, es kommt zu einer großen Belastung, sodass es zu Kreislauf-Problemen führen kann. Wer fit ist, sich langsam ran tastet, vorsichtig ist und einige der folgenden Dinge beherzigt, sollte keine Probleme haben.

 

Meine ‘Tricks’

 

Es gibt kein Geheimnis. Einfach lange und heiß baden. Möglichst dabei entspannen und alles genießen. So geht es einfacher, ist angenehmer, du verstärkst das Erlebnis und du reduzierst die ‘Nebenwirkungen’ bzw. auch Gefahren. 

 

Viel Trinken

 

Enorm wichtig. Sicherlich der wichtigste Punkt. Davor, dabei und danach viel Trinken. Man schwitzt sehr viel. Dies nimmt man nur begrenzt wahr, da man ja im Wasser ist. Aber spätestens, wenn einem der Schweiß ständig in die Augen läuft, kann man es nicht mehr ignorieren.

 

Also viel Trinken. Meine Empfehlung: mindestens 1 Liter pro Stunde in der Badewanne. Großes Thema beim Schwitzen sind die ganzen Elektrolyte. Ich trinke darum isotonisches Salzwasser. Bis zu 0,9%ige Salzlösung. Schmeckt nur leicht salzig und mit etwas Zitronensaft gar nicht so schlecht. Unbedingt hochwertiges Salz verwenden.

 

Ansonsten trinke ich zusätzlich noch gerne heißen grünen Tee und selbstgemachten Kombucha dabei. Gurke, Wassermelone und Grapefruit eigene sich ansonsten auch noch sehr gut.

 

Kalt duschen

 

Kalt duschen macht bei mir einen riesigen Unterschied. Meine Empfehlung: alle 20 Minuten kalt duschen. Gerne ein paar Minuten lang. Das geht natürlich nur, wenn man noch eine zusätzliche Dusche im Bad hat. Ganz am Anfang zu duschen, ist optional. Aber unbedingt auch länger als Abschluss.

 

Gleiche Prinzip wie bei der Sauna. Wechsel von Hitze und Kälte. Unbedingt vorsichtig mit dem Kreislauf sein. Es ist empfehlenswert, wenn man sowieso schon kaltes Duschen gewöhnt ist.

 

Isoliere dich

 

Du willst dich entspannen. Also vermeide alle Störungen. Handy aus. Zettel an die Tür. Anderen Bescheid geben. Nur so kannst du wirklich alles um dich herum vergessen. 

 

Möglichst abends

 

Da man danach teilweise stark geschafft und müde ist, sollte man möglichst abends baden. Du solltest danach also nicht mehr viel vorhaben. Wie gesagt, durch viel Trinken, kalt Duschen sowie ‘trainieren’ ist es deutlich besser geworden.

 

Nutzte ein Thermometer

 

So kannst du sicherstellen, dass das Wasser nicht zu heißt ist. Gehe nicht über 42°C. Schließlich willst du keine Verbrennungen. Außerdem soll es ja auch nicht gefährlich werden. Ich nutzte inzwischen kein Thermometer mehr, sondern verlasse mich auf mein Gefühl. 

 

Atme und entspann dich 

 

Es darf anstrengend sein. Trotzdem sollte es nicht zu heißt sein. Du sollst dich nicht quälen. Nicht verkrampfen. Immer ruhig atmen und entspannen.

 

Tipp nebenbei: Wenn man sich nicht bewegt, bildet sich eine kühlere Wasserschicht um den Körper herum. So machen es die Japaner in heißen Quellen auch.

 

Erst du, dann das Wasser

 

Mache nicht den Fehler, in die volle heiße Badewanne gehen zu wollen. Für mich wäre dies viel zu heiß. Daher: Erst du in die leere Badewanne. Dann kommt das Wasser. Ruhig erstmal nur warmes Wasser und dann einfach immer mehr heißes Wasser einlaufen lassen. So gewöhnt man sich daran.

 

Nutze Badezusätze, Kerzen und Musik

 

Nutze bewusst Badesalz und Badezusätze. Diese haben verschiedene Wirkungen und können das Erlebnis auch noch verstärken. Ich mag auch noch Kerzen. Diese machen alles ein wenig gemütlicher.

 

Auch Musik darf natürlich nicht fehlen. Ich nehme schamanische Trancemusik.

 

Ruhe dich anschließend aus

 

Es ist empfehlenswert sich mindestens 30 Minuten danach auszuruhen. Am besten einfach ins Bett fallen.

 

Sei offen

 

Sei offen für das, was passiert. Lese. Meditiere. Schlafe. Sei einfach offen und erlebe. Mach deine eigenen Erfahrungen.

GedankenSimon M.C. Schubert
Zeit, dass ich endlich wieder fit werde

Regelmäßiges Krafttraining war viele Jahre ein fester Bestandteil meines Lebens. Nicht weil ich unbedingt unglaublich muskulös werden wollte — ok solche Momente gab es auch —, sondern viel mehr weil ich fit und leistungsfähig sein wollte. Alltagsfähig. Fähig zu tun, was ich tun möchte. Ich möchte mich nicht durch meinen Körper einschränken lassen.

 

Krafttraining — in vielen Formen — ist für mich eine wichtige Grundlage, um langfristig leistungsfähig und gesund zu bleiben. Sport und generell Bewegung sind gut, aber Krafttraining hat meiner Meinung viele Vorteile dem Rest gegenüber. Außerdem liebe ich das Training. Meinen Körper zu spüren. Mich zu verbessern und zu entwickeln.

 

In letzter Zeit habe ich nicht mehr so trainiert — trainieren können —, wie ich es gerne getan hätte. Dafür war ich Reisen — man kann einfach nicht alles haben. Auch wenn ich versucht habe, unterwegs regelmäßig zu trainieren, waren meine Möglichkeiten teilweise sehr begrenzt.

 

Zurückblickend fing alles mit Island an. Seitdem ich letztes Jahr im August für einen Monat in Island war, habe ich kontinuierlich weniger trainiert. Ab dem Zeitpunkt wollte ich Reisen und etwas von der Welt sehen. Meine Prioritäten haben sich geändert. Da ich nun jedoch hier in Berlin wahrscheinlich einige Zeit verbringen werde, möchte ich endlich wieder ‘fitter’ werden.

 

Es ist nicht so, dass ich völlig unsportlich wäre. Trotzdem bin ich so schwach, wie sehr lange nicht mehr. Ansonsten bin ich mit 75 kg so leicht, wie lange nicht mehr. Beides ist völlig in Ordnung für mich. Ich fühle mich gesund und habe keine Einschränkungen. Das ist mir am wichtigsten.

 

Ich fühle mich wohl, so wie ich bin. Doch irgendwie entspricht meine alte ‘Form’ eher meinem Selbstbild. Darum heißt es jetzt für mich: Ran ans Eisen und regelmäßig trainieren.

 

WAS IST MEIN ZIEL?

 

Ich setzte mir kein konkretes Ziel. Auch wenn man ständig etwas anderes liest, bin ich kein großer Fan davon, mir ein konkretes Ziel zu setzten, welches ich erreichen möchte. Klar möchte ich gerne wieder 10 kg mehr wiegen und vielleicht auch wieder genauso viel Gewicht bewegen können.

 

Doch das wird folgen, wenn die Handlungen stimmen. Darum konzentriere ich mich viel lieber auf den Prozess. Dies hat auch den Vorteil, dass ich überlegt und nachhaltig handeln kann. Wenn ich mich auf den Prozess konzentriere, kann ich mir mehr Zeit lassen. Ich muss nicht möglichst schnell mein Ziel erreichen. So kann ich jetzt die Basis legen und mich langsam aber kontinuierlich meinem Ziel nähern. Schlussendlich bringt mich dies deutlich weiter.

 

Meiner Erfahrung nach ist es enorm wichtig, langsam wieder das Training aufzunehmen. Dies ist ein ‘Fehler’ von vielen Leuten, die nach einer Trainingspause wieder anfangen.

 

WAS WILL ICH MACHEN?

 

Ich werde vorerst alles sehr einfach halten und mich auf das Grundlegende konzentrieren. Das heißt, in den Grundübungen stärker werden. Dazu noch 1-2 unterstützende Übungen, sodass ich in jeder Trainingseinheit 1 Ganzkörper-, 1 Zug- und 1 Druckübung trainiere. Bei den Grundübungen orientiere ich mich am 5x5-System. Also jeweils 5 Sätze á 5 Wiederholungen mit dem gleichen Gewicht. Geschafft? Dann nächstes Mal mehr. Bei Ganzkörperübungen 5 kg bei Oberkörperübungen 2,5 kg.

 

Ich trainiere lieber öfter als viel auf einmal. Daher möchte ich gerne fast jeden 2. Tag trainieren. Damit ich langfristig genügend Erholung zwischen den Trainingseinheiten (TE) habe und mich steigern kann, wechseln sich 2 intensive TE mit 5x5 mit 2 weniger intensiven TE ab. Die weniger intensiven TE werden wohl recht einfach sein und je nach Tagesform unterschiedlich. Einfach 3x10 oder Myo-Reps. Hauptsache nicht zu intensiv aber trotzdem mit Trainingseffekt.

 

Insgesamt möchte ich mich — bzw. Meinen Körper — erstmal wieder langsam an das Training gewöhnen. Vor allem auch an eine höhere Trainingsfrequenz. Darum fange ich relativ leicht an und steigere mich dann kontinuierlich. Die Anfangsgewichte wähle ich ca. 50 % oder weniger von dem, was ich letztes Jahr geschafft habe.

 

So sieht das ganze anfangs aus. Bei den Grundübungen achte ich auf die Gewichte. Der Rest wird je nach Tagesform angepasst, wobei ich langfristig auch hier eine Steigerung anstrebe. Hier mein Trainingsplan mit den Anfangsgewichten

 

TAG 1

  • Kniebeuge 5x5 @70 kg
  • Bankdrücken 5x5 @50 kg
  • Pendley Row

 

TAG 2

  • Kreuzheben 5x5 @90 kg
  • Dips
  • Klimmzüge
  • Overhead Press

 

TAG 3

  • Frontkniebeuge
  • Floor Press
  • LH-Rudern eng

 

TAG 4

  • Sumo-Kreuzheben
  • Ringdips?
  • Klimmzüge

 

Eventuell passe ich das ganze nochmal an. Ansonsten möchte ich zumindest so bis zum Ende des Jahres trainieren. Das sind noch ca. 19 Wochen. Bei meinem 8 Tagesrhythmus minus 1 Wochen Pause sind das ca. 15 ‘Wochen’. Das wären bei Steigerungen mit 5 kg eine Steigerung von 75 kg und bei 2,5 kg dann 37,5 kg. Damit könnte ich gut leben.

 

Vor jeder Trainingseinheit kommen ca. 20 30 min Mobilisation+Erwärmung. Insgesamt sollte eine TE damit nicht länger als 1,5 Stunden dauern.

 

Mit der Zeit werden sicherlich noch ein paar Übungen für den Rumpf dazu kommen oder vielleicht noch das ein oder andere. Doch sieht erstmal das Grundgerüst aus. Je nachdem wie ich — mein Körper — damit klar kommt, passe ich das Training an oder auch nicht.

 

Es juckt mich jetzt schon viele andere Übungen mit einzubauen. Doch ich halte mich zurück. Erstmal klein anfangen. Dann kann man darauf aufbauen.